Qualitätszirkel in der Pränataldiagnostik

Praxisbegleitender Lehrgang zum QZ-Moderator
(Dr. O. Bahrs, MA D. Pohl, MA U. Schmidt, Dr. M. Weiss)

Qualitätszirkel haben sich in der medizinischen Versorgung seit Anfang der 90er Jahre zunehmend als Verfahren der internen Qualitätsförderung durchgesetzt. Das Konzept ist im Bereich der Gesundheitsförderung in einem Modellprojekt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) erprobt worden und hat seine besondere Eignung in "Schnittstellenbereichen“ unter Beweis gestellt. Qualitätszirkel sind als etabliertes Verfahren in der Qualitätssicherung besonders geeignet in Bereichen, in denen es keine verbindlichen Standards gibt und wo Betroffene in die Entwicklung der Kriterien zur Qualitätsbeurteilung der eigenen Arbeit einbezogen werden sollen. Die Basis einer erfolgreichen Arbeit des Qualitätszirkels wird durch den Moderator geliefert, der neben den üblichen Moderationsfähigkeiten, auch das Konzept vermitteln und der Gruppe zu einer dokumentierten fallorientierten Arbeitsweise verhelfen sollte.

Daher wird im Rahmen des Projektes "Interprofessionelle Qualitätszirkel in der Pränataldiagnostik", das seit dem 1.10.2002 von der BZgA gefördert und in Kooperation der Abteilung Medizinische Psychologie der Universität Göttingen (Projektleitung: Dr. O. Bahrs) und der Abteilung für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie an der Universität Heidelberg (Projektleitung: Prof. M. Cierpka und PDA. Riehl-Emde) durchgeführt wird, ein praxisbegleitender Lehrgang zum Moderator von Qualitätszirkeln angeboten, für dessen Realisierung die GeMeKo e.V. die Verantwortung übernommen hat.
Der Lehrgang bietet eine praxisbegleitende Fortbildung zum Moderator von Qualitätszirkeln nach Maßgabe des Modellprojekts "Qualitätszirkel in der Gesundheitsförderung" (Abteilung Medizinische Psychologie der Universität Göttingen und BZgA). Die Seminare werden unter Verantwortung von zwei erfahrenen Schulungsleitern durchgeführt. Die vorgesehene Teilnehmerzahl liegt bei 6 bis 10 Teilnehmern.

Der Lehrgang (insgesamt ca. 90 Seminarstunden) besteht aus einer dreitägigen Einführungsveranstaltung, fünf eineinhalbtägigen Begleitseminaren, die parallel die Arbeit der Qualitätszirkel begleiten, sowie einem eineinhalbtägigen Abschlussseminar. Die Begleitseminare bieten die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch über den Verlauf der Qualitätszirkel sowie die Möglichkeit, das Qualitätszirkel-Konzept modellhaft selbst zu erfahren und anzuwenden. In Zusammenarbeit mit den Schulungsleitern wird der jeweils individuelle Unterstützungsbedarf und entsprechende Hilfestellungen erarbeitet. Lehrgangsmaterialien basieren auf dem "Leitfaden für Qualitätszirkel in der Gesundheitsförderung" (in Vorbereitung) und werden zu Beginn und im Verlaufe des Lehrgangs zur Verfügung gestellt.

Lehrgang und Implementation der Qualitätszirkel werden wissenschaftlich von den universitären Abteilungen begleitet.

Der praxisbegleitende Lehrgang zum Qualitätszirkel-Moderator (nach BZgA) ermöglicht den Teilnehmern, selbständig einen Qualitätszirkel aufzubauen und durchzuführen. Der Lehrgang begleitet dabei über ein Jahr die praktische Arbeit der Qualitätszirkel und umfasst folgende Elemente:

  • Modellhaftes Lernen ("Qualitätszirkel-Prinzip")
  • Erfahrungsbezug (-> Praxisbegleitung)
  • Kleingruppenarbeit
  • Kontinuität, Stützung in und durch die Gruppe
  • Teilnehmerorientierung
  • Praktische übungen
  • Gezielte UnterstÜtzungsangebote
  • Gegenseitiges Coaching der Moderatoren
  • EinfÜhrung in den Umgang mit vorliegenden Materialien

Flyer zum Qualitätszirkel als Download (129 kb)

Nähere Informationen bei
obahrs@gwdg.de